Stadtwerke übernehmen als kommunale Energieversorger sowohl gesellschaftlich als auch finanziell Verantwortung. Laut einer Studie des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) und Ernst & Young planen Stadtwerke sowie Energieversorgungsunternehmen Investitionen von ca. 250 Mrd. Euro zur Realisierung der Energiewende bis 2020. Damit legen sie ein finanzielles Fundament für die zukünftige Ausweitung der Versorgung mit erneuerbaren Energien.

Den Stadtwerken kommt darüber hinaus eine aktive Rolle zu. Der Ausbau von kommunalen Erzeugungsanlagen, wie zum Beispiel Blockheizkraftwerke, ist eine Möglichkeit, die finanziellen Mittel nachhaltig zu nutzen. Die Stadtwerke können ihre Aufgabe als Energie-Versorger um die des Energie-Erzeugers erweitern. Beispielsweise investieren bereits verschiedene Stadtwerke in die Nahwärmeversorgung durch Biogas oder Biomasse. Mittels einer Zusammenarbeit der Stadtwerke mit lokal angesiedelten Landwirten (Biomasse-Lieferanten) kann der Weg für eine nachhaltige Einspeisung von biogenen Materialien in das Stromnetz geebnet werden. Die Umsetzung solcher Versorgungsnetzwerke sichert die regionale Wertschöpfung, stärkt die Beziehung zwischen Endabnehmern und Versorger, sorgt für eine Dezentralisierung der Stromversorgung und schafft neue Arbeitsplätze. Dies sind nur einige Vorteile, die sich aus der Handlungsfähigkeit der Stadtwerke in Richtung nachhaltiger Energieversorgung ergeben.

Die Stadtwerke nutzen ihre Chance vielschichtig in die Zukunft der Kommune und Region zu investieren. Damit nehmen sie eine zentrale Funktion im Zuge der Energiewende ein.