Bei der Verarbeitung von Biomasse und dazu passenden Substraten wird das Biogas Methan erzeugt. Dieses Gas wird hauptsächlich für drei Bereiche genutzt: Stromerzeugung, Wärmegewinnung und zur Einspeisung in das Erdgasnetz.

In den Verwendungsmöglichkeiten Stromerzeugung und Wärmegewinnung kommen sogenannte Blockheizkraftwerke zum Einsatz. In diesen Kraftwerken, auch BHKW, genannt, verbrennt das Gas. Durch diese Verbrennung wird Strom erzeugt. Im Idealfall speist das BHKW die bei der Gaserzeugung entstehende Wärme direkt in das Nah- oder Fernwärmenetz ein. Da die meisten Biogasanlagen hauptsächlich durch Landwirte für die Gewinnung von Strom genutzt werden, geht ein Großteil der entstandenen Wärme mangels Anbindung an die diversen Netze verloren. Immer mehr Landwirte nutzen daher die entstehende Wärme zur Aufheizung ihrer Häuser, Stallungen oder sonstiger Gebäude.

Bei dem Absatz ins Erdgasnetz ist der Vorgang erheblich komplizierter. Das Biogas muss einen umfassenden Umwandlungsprozess durchlaufen. Ziel dieses Prozesses ist es, das Gas auf den Heizwert von Erdgas zu bringen. Dies geschieht unter anderem durch den Entzug diverser Bestandteile des Biogases. Einfach ausgedrückt: dem Methangas wird so viel CO2 entzogen, bis es den Heizwert des Erdgases erreicht hat. Da dieser Vorgang extrem aufwendig ist und hierfür sehr große Mengen von Biogas verwendet werden müssen, lohnt sich diese Art der Nutzung nur für überdurchschnittlich große Biogasanlagen.